Ist es wirklich mein Lebensstil oder imitiere ich nur?

Imitiere ich das Leben anderer Menschen auf Social Media?

Wir werden alle von Social Media beeinflusst. Das Leben verfolgen das Leben unserer Idole und Mitmenschen. Doch sind die gezeigten Momentaufnahmen wirklich real?

Unser Leben öffentlich zu führen ist für die Generationen ab den Millenials völlig normal. Wir nutzen soziale Medien, um uns zu vernetzen, aber auch zu profilieren. Das schönste Feed, die spannendsten Storys, möglichst viele Likes und Follower – Das ist die öffentliche Welt, in der wir leben. Sehr hektisch, sehr dynamisch, sehr verwirrend.

Doch sieht man sich einmal die Profile und Feeds der meisten Menschen an, erkennt man, dass wirklich sehr oft die Eines dem Anderen gleicht. Wir scheinen bestimmten Stereotypen zu folgen und diese zu imitieren, weil sie uns einerseits ganz bestimmt ansprechen und wir andererseits versuchen uns anzupassen.

Social Media Kultur

In einer Zeit und Welt, in der alles möglich scheint und man so individuell sein kann wie man es wünscht...Will man dann individuell sein? Da die totale Freiheit, die uns soziale Medien offerieren, auch bedeutet, dass wir der damit einhergehenden, maßlosen Kritik, den Anfeindungen und dem Hass ausgeliefert sind, der zweifelsohne nun einmal ein unangenehmer Begleiter der Social Media Kultur ist – Insbesondere wenn man versucht sich von der Masse abzusetzen.

Im Grunde genommen kann man es der Gesellschaft nicht recht machen. Passt man sich an, wird man direkt als Mitläufer abgestempelt. Hebt man sich ab, will man ja nur unbedingt etwas Besonderes sein.

Überreizung

Eigener Lebensstil
Führe ich wirklich meinen eigenen Lebensstil oder folge ich nur Anderen?

Wie oft bist du jeden Tag auf Facebook oder Instagram? Die erschreckende Wahrheit ist, dass wir uns stundenlang damit beschäftigen können das dokumentierte Leben anderer, oft fremder Menschen zu verfolgen. Mal ehrlich – Was bringt uns das? Es sät nur den toxischen Gedanken in unseren Köpfen wir müssten erreichen, was die Menschen uns vorleben, denen wir folgen.

Einen Denkfehler übersehen wir. Was wir für erstrebenswert halten und wovon wir glauben, dass es uns gesellschaftlich auf ein höheres Level befördert, ist oft nur Fassade. Denn die wenigen Momentaufnahmen, denen wir in den sozialen Medien von unseren „Idolen“ und Mitmenschen zuteil werden, repräsentieren nicht deren reales Leben. Natürlich ist vieles davon Szenerie. Jeder Mensch präsentiert öffentlich lediglich die Highlights seines Lebens. Die signifikanten Fragen lauten:

  • Werden wir glücklich, wenn wir immer nur versuchen ein anderes Leben zu imitieren?
  • Bleiben unsere eigenen, individuellen Bedürfnisse nicht auf der Strecke?
  • Muss ich wirklich mein ganzes Leben mit meinen Mitmenschen und der ganzen Welt teilen?

Besonders während unserer aktuellen Corona-Situation, lässt sich interessanterweise beobachten, dass es um Menschen, die auf Instagram gewöhnlich sehr aktiv sind, plötzlich bemerkenswert still wird. Wenn das Leben in Krisenzeiten heruntergefahren wird, erleben wir nun einmal nicht viel. Wir suchen in unserem Zuhause Schutz und begnügen uns mit den einfachen Dingen des Lebens. Doch sind diese nicht so spannend, als das man sie posten könnte, nicht wahr?

Steigendes Interesse an Authentizität

Aus diesem Grund, findet aktuell ein Umdenken der Nutzer von sozialen Medien statt. Sie beginnen sich vielmehr für authentische Profile zu interessieren als sich von geschönten Feeds beeindrucken zu lassen.

Im Übrigen ist nichts falsch daran social media zu nutzen. Auch Selbstdarstellung gehört zu unser aller Leben. Dadurch sind viele neue Berufe entstanden. Die digitale Kultur ist auch sehr bereichernd für unser gesellschaftliches Leben. Ein guter Weg sich selbst treu zu bleiben und dennoch bestimmte Aspekte unseres Lebens mit unseren Mitmenschen und der Öffentlichkeit zu teilen, besteht darin im Netz authentisch zu bleiben und nicht zu versuchen Andere zu kopieren oder zu imitieren. Finde etwas, was dir gefällt, was du gut kannst, was dich inspiriert. Dann kannst du dir das gute Gefühl abholen etwas mit dem Welt zu teilen, worauf du stolz bist.

Thema: Lebensstil